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Andacht für Zuhause

Hauspostille zum aktuellen Sonntag

Ein Gruß an alle, die von den Umständen mit dem Corona-Virus jetzt zur Vereinzelung gezwungen sind. Eine Hauspostille ist ein Andachtsbuch, das uns verbinden soll, den Gottesdienst am Sonntag - aus welchen Gründen auch immer - zuhause und in der Hausgemeinschaft feiern zu können, den Feiertag zu heiligen und der Woche eine Struktur zu geben. Sei es, dass die Kirche zu weit wegist, der Weg durch das Alter zu mühsam ist oder es verboten ist, den eigenen Glauben öffentlich zu leben, ja oder - wie jetzt -das Eindämmen einer Krankheit uns voneinander isoliert: Wir wollen uns trotzdem zusammenfinden.
Denn jeder Gottesdienst reißt den Horizont über uns auf, der weiter ist als unsere jetzige Situation und Enge. Er stellt uns in den umfassenden Zusammenhang Gottes, der immer schon da ist, auch wenn wir in unserer Vereinzelung auf uns selbst geworfen sind. Es ist die ganze Wirklichkeit über Raum und Zeit, mit der Gott uns verbindet: Mit all denen, auf deren Spuren wir heute glauben und leben, hoffen und lieben. So können unsere Befürchtungen und Ängste, unser Fragen und unsere Zweifel Raum haben, und sich trotzdem einordnen: Weil wir nicht losgelöst sind, sondern
verbunden sind. Dem lasst uns gemeinsam nachspüren:

Hier kann die Hauspostille auch als pdf runtergeladen werden:
-> als Heftfaltung
-> als fortlaufender Text

Wenn Sie sie als E-mail erhalten möchten, geben Sie uns gerne Bescheid: neuburg@elkm.de

 

 

Andacht zum Sonntag Palmarum, dem 5. April 2020

Wir machen uns in der geglaubten Gemeinschaft und der Gemeinschaft im Haus auf den Weg:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, der Himmel und Erde
gemacht hat. Amen.

Der heutige 6. Sonntag in der Passionszeit im Kirchenjahr hat traditionell den Namen Palmarum. Er hat seinen Namen vom Evangelium und eröffnet die Karwoche und ist damit ein Grenzmoment. Diese Momente sind unsicher und vage. Erst im Nachhinein deuten wir die Zeichen richtig. Der Palmsonntag führt in eine solche Grenzzeit hinein: Die Hände, die eben noch Palmzweige schwingen, sind schon zu Fäusten geballt. Das „Hosianna“ wird zum gellenden „Kreuzige“-Ruf, fröhliche Gesichter erstarren zu Fratzen. Und doch ist es Jesu Tod am Kreuz, der den Menschen Leben bringt. Sein Weg ins Dunkel war ein Weg ins Licht, heute bekennen wir das. Im Geschlagenen, im Verachteten war Gott ganz nah. Nur wenige erkannten das – wie die Frau, die den Todgeweihten wie einen König salbte.


Einstimmung: (Psalm 69,2-4.8-10.14.21b.22.30, Kyrie und Gebet)

Gott, hilf mir!
Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle. *
Ich versinke in tiefem Schlamm, wo kein Grund ist;
    ich bin in tiefe Wasser geraten, *
    und die Flut will mich ersäufen.
Ich habe mich müde geschrien, *
mein Hals ist heiser.
    Meine Augen sind trübe geworden, *
    weil ich so lange harren muss auf meinen Gott.
Denn um deinetwillen trage ich Schmach, *
mein Angesicht ist voller Schande.
    Ich bin fremd geworden meinen Brüdern *
    und unbekannt den Kindern meiner Mutter;
denn der Eifer um dein Haus hat mich gefressen, *
und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.
    Ich aber bete, HERR, zu dir zur Zeit der Gnade; *
    Gott, nach deiner großen Güte erhöre mich mit deiner treuen Hilfe.
Ich warte, ob jemand Mitleid habe, aber da ist niemand, *
und auf Tröster, aber ich finde keine.
    Sie geben mir Galle zu essen *
    und Essig zu trinken für meinen Durst.
Ich aber bin elend und voller Schmerzen. *
Gott, deine Hilfe schütze mich! Amen.

Wir richten uns auf den Herrn Jesus Christus und wenden uns an ihn mit den Worten, in denen sich das Bekenntnis zu Jesus Christus mit dem Protest gegen alle angemaßten Herren der Welt verbindet, Hosianna und Kyrie haben die gleiche Wortbedeutung:

Kyrie eleison - Herr, erbarme dich
Christe eleison - Christe, erbarme dich
Kyrie eleison - Herr, erbarm dich über uns.

Wir beten in der Stille...
Gott, unser Erbarmer. Du läßt uns das Leiden und Sterben unseres Herrn Jesus Christus zu unserem Heil verkündigen. Gib uns ein offenes Herz, dass wir seine Liebe und seinen Gehorsam erkennen und ihm nachfolgen, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Lesung: Wir hören auf das Evangelium: Joh 12,12-19

"Jesu Einzug in Jerusalem"
Als am nächsten Tag die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach Jerusalem kommen werde, nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel! Jesus aber fand einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie geschrieben steht: »Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen.« Das verstanden seine Jünger zuerst nicht; doch als Jesus verherrlicht war, da dachten sie daran, dass dies von ihm geschrieben stand und man so an ihm getan hatte. Die Menge aber, die bei ihm war, als er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, bezeugte die Tat. Darum ging ihm auch die Menge entgegen, weil sie hörte, er habe dieses Zeichen getan. Die Pharisäer aber sprachen untereinander: Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt läuft ihm nach.

Ehre sei Dir, Herr,/ Lob sei Dir Christus.

Predigttext (Markus 14, 1-9)

"Die Salbung in Betanien"
Es waren noch zwei Tage bis zum Passafest und den Tagen der Ungesäuerten Brote. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List ergreifen und töten könnten. Denn sie sprachen: Ja nicht bei dem Fest, damit es nicht einen Aufruhr im Volk gebe.
Und als er in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen und saß zu Tisch, da kam eine Frau, die hatte ein Glas mit unverfälschtem und kostbarem Nardenöl, und sie zerbrach das Glas und goss es auf sein Haupt.
Da wurden einige unwillig und sprachen untereinander: Was soll diese Vergeudung des Salböls? Man hätte dieses Öl für mehr als dreihundert Silbergroschen verkaufen können und das Geld den Armen geben. Und sie fuhren sie an. Jesus aber sprach: Lasst sie in Frieden! Was betrübt ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Denn ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat getan, was sie konnte; sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt für mein Begräbnis. Wahrlich, ich sage euch: Wo das Evangelium gepredigt wird in aller Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie jetzt getan hat.

Gedanken zum Predigttext:

Eine Frau ohne Namen kommt zu einer Mahlzeit in das Haus Simons des Aussätzigen, anscheinend ein ihr fremdes Haus. Simon scheint durch Jesus von seiner Krankheit geheilt worden zu sein, sein Name deutet darauf hin. Vielleicht hat die Frau sich gerade dieses Haus und diese Situation ausgesucht, da sie hier auf Verständnis hofft für ihre Situation. Denn: Sie möchte Jesus gerne etwas gutes, etwas sehr liebevolles tun. Es scheint sie eine Sehnsucht zu treiben. Vielleicht ist es eine große und tiefe Dankbarkeit, die sie dazu veranlaßt. Vielleicht konnte auch sie durch Jesus ein neues Leben beginnen. Wir können es nur vermuten.
Sie hat jedenfalls wohl ihre Ersparnisse ausgegeben, um dafür ein sehr kostbares Nardenöl zu kaufen. Es kam aus dem Himalaya, und war als Importware durch die langen Anreise in der Antike sehr teuer. 300 Denare waren damals ein Jahresgehalt. Heute wären so ca. 40.000 Euro ein Brutto-Jahresgehalt. Wir kennen ihre weitere Geschichte nicht, sie wird uns nicht übermittelt. Im Lukasevangelium scheint sie eine stadtbekannte Liebesdienerin zu sein. Im Johannesevangelium wird sie allerdings als Maria, die Schwester des Lazarus benannt. Wie dem auch sei, ihre Identität bleibt unklar.
Sie durchbricht mit ihrem Verhalten die gesellschaftlichen Schranken und geht ohne zu fragen auf Jesus zu um ihn zu salben und um ihn so ihre tiefe Liebe und fast intime Zuneigung zu zeigen.
Wie haben wohl die anderen Menschen im Raum reagiert als sie hineinkam? Wie ist es ihr auf ihrem Weg zu Jesus gegangen? Hat die Frau sich selbst vorher Fragen gestellt, wie die anderen reagieren könnten, und wie Jesus reagieren würde? Ist sie zielsicher oder eher zögerlich auf Jesus zugegegangen? Sie liefert sich vollkommen mit ihrer Liebe und Hingabe Jesus gegenüber aus.
Erst einmal sieht es aber nicht gut aus für sie, die anderen Gäste werden ärgerlich, empören sich und lehnen ihre Handlung ab als Vergeudung. Wie es ihr wohl dabei innerlich gegangen ist, als sie das hörte und wahrnahm?
Sie setzt sich der Ablehnung und dem Spott der anderen aus. Es hätte dazu auch noch sein können, dass Jesus diese Art der Liebesbezeugung ablehnt. Sie macht sich tief verletzlich. Da, wo wir unsere Liebe zeigen, öffnen wir unser Herz dem anderen. Abgelehnte Liebe verletzt tief. Aber Jesus sieht sie, er nimmt sie an. Er nimmt ihre Liebe still an ohne zu fragen oder sie zu kommentieren. Er läßt es nicht nur zu, sondern er scheint es auch zu mögen, zu genießen, dass sie ihn berührt und ihm das Öl über den Kopf und Körper gießt. Sonst hätte sie wohl mittendrin abgebrochen. Ein intimer Moment zwischen Jesus und der Frau.
Ob die anderen sich durch ihre Liebe in Frage gestellt fühlen? Etwas an ihrem Verhalten stößt sie ab. So etwas macht man doch nicht. Das passt nicht in den gesellschaftlichen Rahmen. Und: Das ist viel zu teuer. Das Geld hätte man viel besser für die Armen nehmen können. Ihnen scheint diese überschäumende Liebe peinlich, und dann noch in der Öffentlichkeit von dieser Frau. Was bildet sie sich ein…
Jesus aber ist anders: Er spürt ihre innere Liebe. Er sieht was sie innerlich bewegt, einfach ohne Worte. Ihre Liebe, ja fast Zärtlichkeit und Intimität ihm gegenüber spricht Bände. Und er nimmt es an. Was mag sie erlebt haben, dass sie so eine tiefe Liebe, Dankbarkeit, Zärtlichkeit Jesus gegenüber zeigt. Was bräuchte es für uns, dass wir so tiefe und teure Liebe zeigen….
Vielleicht können wir die anderen Gäste bei der Mahlzeit gut verstehen. 40.000 Euro, hätte sie nicht ein etwas kostengünstigeres Öl nehmen können, um Jesus ihre Dankbarkeit zu zeigen, dann hätten noch ein paar Ärmere was davon gehabt. Selbst 20.000 Euro wären schon ein teures Öl, das hätte doch gereicht oder? Jedenfalls verstandesmäßig logisch. Aber unsere Frau im Evangelium denkt nicht logisch, sie gibt alles, sie gibt sich selbst, nicht nur finanziell, sondern auch mit ihrer ganzen Person, sie riskiert die völlige Ablehnung, sie riskiert sich. Das ist anstößig, ein Skandal für die anderen.
Aber sie gewinnt. Jesus rechtfertigt sie und weist scharf die Gäste zurecht, dass sie die Frau bekümmern. Sie tut ein gutes Werk an mir. Sie scheint ein sehr großes Zutrauen zu Jesus gehabt zu haben, dass er sie rechtfertigt den anderen gegenüber, dass sie vor ihm einfach sein darf, so wie sie ist, mit ihrer Geschichte, mit ihrer Dankbarkeit, mit ihrer Sehnsucht, mit ihrer Liebe.
Wie es ihr wohl dabei gegangen ist, als Jesus ihre Salbung ihm gegenüber als Salbung für sein Begräbnis gedeutet hat? Ob sie das wirklich im vornherein selbst so gedeutet hatte? Ich könnte mir vorstellen, dass es sie eher bekümmert hat, so bald von dem geliebten Menschen Abschied nehmen zu müssen. Und ich kann mir auch vorstellen, dass sie nicht damit gerechnet hat, dass ihre Liebeshandlung Jesus gegenüber so dermaßen von ihm wertgeschätzt wird, dass ihrer und ihrer Handlung weltweit gedacht werden soll. Alle vier Evangelien haben diese Geschichte aufgenommen.

Eine aktuellere Variante:
In unserer alten Gemeinde war in der Kirche das große alte Kirchenfenster aus Glasbausteinen kaputt. Es mußte ersetzt werden. Es wurden Angebote eingeholt. Es gab 3 Angebote von verschiedensten Künstlern in verschiedener Ausführung und Geldkategorie. Das teuerste war damals ca. 75.000 DM. Viel Geld. Das billigste war ca. 30.000 DM.
Die Gemeinde entschied sich dann nach einem langen und zähen Prozeß für die teuerste, schönste und gewagteste Variante. Das sorgte zwischenzeitlich für einiges an hartem und erbitterten Streit: Hätte man mit dem Geld nicht auch noch für dieses oder jenes nehmen können? Hätte man nicht noch was anderes damit bauen können?
Das neue teuerste Fenster wurde dann schließlich eingebaut, und es ist wirklich einfach schön. Es verzaubert nun den Raum. Es gibt so besondere Farbflecken, wenn die Sonne hindurchscheint. Da ist viel Liebe drin.

Und es wirft Fragen auf, genauso wie die Geschichte durch die Salbung:
Wie weit leben wir auch heute von einer zweckfreien Schönheit?
Was sagt das unserer Seele, wenn wir wahrnehmen, dass jemand für uns ganz viel aufbringt, uns sozusagen „salbt“. Sei es der Partner, die Kinder, die Freundin oder jemand anders.
Wie und wo spüren wir die Schönheit, die uns entgegengebracht wird, z.B. durch ein Kirchenfenster oder in der Schöpfung durch Blumen, Sonne…
Und: Wir merken zur Zeit auch besonders durch Corona, was Berührung und Nähe bedeutet. Gerade dann, wenn wie uns nur auf 1,5 Meter Abstand begegnen dürfen. Wir merken zur Zeit gerade im Krankenhaus- und im Pflegebereich, was das ewige Einsparen und Rechnen auslöst.

Wir können uns auch fragen, wie austariert unsere Beziehungen sind. Die Frau in unserem Text bricht da aus, sie offenbart sich und riskiert alles. Wie ist das mit uns? Sind wir da nicht eher schamvoll, berechnend, vorsichtig, und haben ein dickes Fell? Andererseits brauchen wir das auch im Alltag, damit wir miteinander klarkommen, denn es besteht ständig das Risiko, dass wir uns gegenseitig verletzen.

Eine andere Frage ist: Was darf Liebe uns kosten und wie zeigen wir Jesus heute unsere Liebe? Was ist das, für was wir heute 40.000 Euro aus Liebe einsetzen würden?
Wir können uns auch überlegen, an welcher Stelle im Text wir uns wiederfinden? In der Rolle der salbenden Frau, in der Rolle Jesu oder der Rolle der Kritiker am Rande? Finden wir uns da wieder, wo wir gerne wären oder sind wir unzufrieden mit unserer Situation?
Trauen wir uns, unsere Liebe zu zeigen oder haben wir Angst vor Zurückweisung nicht nur der Jünger, sondern vor der Zurückweisung Jesu selbst? Glauben wir, dass Jesus unsere Liebe ihm gegenüber annimmt? 
Ich lade Sie herzlich ein, mit mir zusammen innerlich diesen Fragen nachzugehen und sich selbst von dieser Geschichte berühren zu lassen.
Amen.

 

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Amen

 

Das Lied der Woche: (97 im Gesangbuch)

Innerlich oder auch äußerlich gesungen:

1) Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken,
mich in das Meer der Liebe zu versenken,
die dich bewog, von aller Schuld des Bösen uns zu erlösen.
2) Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden
und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden,
an unsrer Statt gemartert und zerschlagen, die Sünde tragen:
3) welch wundervoll hochheiliges Geschäfte!
Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräfte,
mein Herz erbebt; ich seh und ich empfinde den Fluch der Sünde.
4) Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen;
Gott ist die Lieb und lässt die Welt erlösen.
Dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken am Kreuz erblicken.
5) Seh ich dein Kreuz den Klugen dieser Erden
ein Ärgernis und eine Torheit werden:
so sei’s doch mir, trotz allen frechen Spottes, die Weisheit Gottes.

 

Gebet

Gott im Himmel,
vor Dir stehen wir mit unserer Ratlosigkeit und unserer Gelähmtheit, und bitten Dich: Erbarme Dich unser.
Wir bitten Dich: steh allen Kranken bei, besonders denen, die jetzt an Corona erkrankt sind. Steht den Ärzten und Pflegern bei, die ihnen zu Seite stehen. Wir bitten Dich für alle Angehörigen, die sich um ihre Kranken sorgen. Besonders bitten wir für die, die um ihre Angehörigen trauern, und die ihnen nicht zur Seite stehen können und konnten und die keinen Abschied nehmen können. Gib Du ihnen Mut und Kraft.
Wir bitten dich für die, die alleine zuhause bleiben müssen und dadurch einsam werden. Für die, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind und dem nicht entweichen können: Sei du bei ihnen.
Wir bitten Dich für alle Menschen, die durch die Corona-Krise in finanzielle Not geraten, Selbständige, kleine Betriebe, Tagungshäuser und viele andere. Hilf ihnen, dass ihnen Wege gebahnt werden, so dass sie finanziell überleben können.
Wir bitten Dich für alle Menschen, die jetzt dafür sorgen, dass das Leben weitergehen kann, besonders denken wir an Pflegedienste, an Verkäufer/innen in Lebensmittelmärkten und Apotheken, an Bus- und LKW-Fahrer, Handwerker und Postboten und viele mehr. Schütze und bewahre sie, so dass sie durch ihre Arbeit nicht in Gefahr geraten zu erkranken.
Wir bitten Dich für die Menschen, die an einem Gegenmittel forschen, führe Du ihre Gedanken und Hände, so dass sie eine Lösung finden können fernab von allem Konkurrenzdenken. Hilf, dass sie alle zusammenarbeiten können.
Wir rufen Dich an für uns, für unsere Lieben, für unsere Gemeinde, für die Menschen, die uns jetzt innerlich vor Augen stehen......
Nimm Dich unser gnädig an, rette und erhalte uns. Denn Dir allein gebührt der Ruhm und die Ehre und die Anbetung, dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, jetzt und allezeit und in Ewigkeit.

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich
komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere
Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe
uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in
Ewigkeit. Amen.

Segen

Der HERR segne dich und behüte dich.
Der HERR lasse leuchten Sein Angesicht über dir und sei dir gnädig.
Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden.
Amen.

Einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen Ihre Prädikantin Petra Maria Gerber